21.07. Eki Naryn bis Örük Tam 26,1km 608 HM + 2Stunden Bus und mit Lada bis vor Üchemchek-Tal
Aus dem Flußtal mit dem Yurtcamp muss man natürlich erstmal wieder nach oben. Die Verkehrsdichte ging gegen Null, die Piste rauher und die Landschaft bergiger und schöner. Einige kurze, steile Rampen habe ich doch lieber geschoben. Zum Mittagessen war ich schon Örük Tam, dem eigentlichen Ziel für heute. Es war ziemlich windig und Saikal hat deshalb im Bus gekocht. Gerade als wir mit dem Essen anfangen wollten, ging das Gewitter mit Regen und Hagel richtig los. Also haben wir drinnen gegessen und ich beschloss, no h etwas zu warten, statt im Regen weiterzufahren. Als es nach einer Dreiviertelstunde immer noch regnete, habe ich es vorgezogen im Bus weiterzufahren und als nach einer Stunde der Regen aufhörte habe ich auch nicht mehr die Kurve gekriegt, auf's Rad zu steigen. Die Landschaft wurde jedenfalls immer spektakulärer und die Piste noch schlechter. Nach einer weiteren Stunde hielt Rinat an einer Stelle an, wo bereits ein alter roter Lada samt Fahrer und ein Touristepärchen standen. Rinat besprach sich eine Weile mit dem Lada-Fahrer und Saikal und ich unterhielten uns mit den beiden Touristen. Die beiden kamen aus Strassburg und waren mit dem Lada bis hierher gekommen und wussten nich wie sie jetzt weiterkommen sollten. Jedenfalls stellte sich heraus, dass der Lada der angekündigte Geländewagen war, den ALA-KOL Travel kurzfristig organisiert hat, weil die Strecke über den Tosor-Pass zum Issyk Kök für den Bus unbefahrbar ist. Diese schnelle und flexible Aktion hat ja prima funktioniert. Also schnell das Gepäck von Saikal und mir umgepackt und das Fahrrad auf dem Dachträger des Lada gebunden. Da Rinat hier umkehren musste und den Weg zurück nach Naryn und von dort über Straßen zum Issyk-Köl fahren wollte, konnte er die beiden Straßburger mitnehmen. Also Gepäck ging es weiter im Lada. Das breite grüne Tal war wunderschön, wie aus einer Postkarte. Bis zu unserem Ziel, der Yurte der Familie von unserem Fahrer, mussten zwei Flussbetten und mehrere Passagen überwunden werden, die ich schon für den Lada mit Vierradantrieb für grenzwertig hielt. Mit unserem Bus hätten wir hier keine Chance gehabt. Am heutigen Ziel wurden wir von der Familie unseres Fahrers begrüßt und haben nach dem Abendessen auf 3300m Höhe mit insgesamt 8 Personen in der Yurte übernachtet.
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