24.07. Kaji Say nach Kara Köl 52km 750 HM

Die Abfahrt vom Gästehaus verzögerte sich heute etwas. Beim Losfahren bemerkte ich den ersten Platten der Tour. Also erstmal flicken. Nach einer guten halben Stunde dann der 2. Start. Nach den ersten paar hundert Metern bemerkte ich, dass sich die kleinsten 3 Ritzel der Kassette nicht mehr schalten ließen. Also erstmal wieder anhalten und nach der Ursache suchen. Ich war ziemlich ratlos. Alles einwandfrei vom größten bis zum 4. Ritzel und dann bewegte si h das Schaltwerk nicht mehr,  als wäre dort der Endanschlag. Nach etwas längerer Fehlersuche entdeckte Rinat die Ursache. Der Schaltungszug war aufgespleißt und eine gebrochene Faser verhinderte blockierte den Zug in der Hülle. Mit einem kleinen Schraubendreher ließ sich die Faser schnell wieder hinbiegen und das biegen beseitigen. Da ist wohl nach der Reise ein neuer Schaltungszug fällig.
Die Fahrt nach Kara Köl auf der Hauptstraße war eher unspektakulär, aber anstrengender als erwartet und relativ warm war es auch. Und wenn ein Tag schon blöde anfängt....Jedenfalls haben Rinat und Saikal und ich uns für die Mittagsoause irgendwie verpasst. Am morgen musste ich die SIM-Karte wechseln,  weil das Guthaben der alten nach einer Woche abgelaufen war. Natürlich hat die Freischaltung der neuen Karte nicht funktioniert. Später stellte sich heraus, dass am Morgen die Frau von der O!-Hotline, die Saikal deswegen angerufen hat, schlicht vergessen hatte, die Karte wirklich freizuschalten. Da also Telefonieren und WhatsApp nicht möglich waren, beschloss ich, einfach weiterzufahren. Der letzte Abschnitt von der Hauptstraße zum See waren dann nochmal 12km Rüttel- und Sandpiste und ich fühlte mich ziemlich schlapp. Nach einigen Kilometern kamen dann Rinat und Saikal und wir haben dann gegen halb 4 erstmal verspätet zu Mitrag gegessen, dass Saikal, lecker wie immer, inzwischen schon gekocht hatte. Da ich mich nach dem Essen immer noch ziemlich schlecht fühlte,  sind wir die letzten paar Kilometer bis zum Yurtcamp gemeinsam im Bus gefahren. Ziemlich viel los in dem Camp in der Nähe vom Salzsee. Als wir es uns in unserer Yurte eingerichtet und ich mich umgezogen hatte, wollten wir natürlich noch im Salzsee baden. Ich bin noch schnell in den Laden und habe einen Liter Cola gekauft. In Sekundenschnelle war die Flasche dreiviertel leer und ich fühlte mich schlagartig besser. Offensichtlich hatte ich den Tag doch zu wenig getrunken und war wohl etwas unterzuckert. Ein Müsli-Riegel und ein Snickers waren wohl als Verpflegung bis zum Nachmittag auch nicht genug.
Aber damit war noch nicht genug mit den Pannen. Beim Losfahren ist Rinat dann auf dem Parkplatz in ein Sandloch geraten und steckte fest. Nach mehreren Versuchen mit Freischaufeln der Räder, anschieben.... war der Bus dann nach ca. einer halben Stunde aus dem Sand befreit, nachdem ein Junge zwei Bretter besorgt hatte, die Rinat unter die Antriebsräder buddeln konnte. Danach sind wir dann doch noch zu unserem Bad im Salzsee und anschließend, um das Salz wieder abzuwaschen, im Issyk Köl gekommen.












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